Patientenhochschule

Die Patientenhochschule ist ein gemeinsames Projekt der Steinbeis-Hochschule Essen Kupferdreh und des Katholischen Klinikums Essen mit dem Ziel, mündige Patienten auszubilden. In Form von Vorträgen und praktischen Übungen wird Wissen rund um das Gesundheitswesen auf leicht verständliche Art vermittelt. Das Angebot in Form eines 4-semestrigen Studiengangs mit zertifiziertem Abschluss richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger, Patienten und Patientenvertreter, aber auch an Mitarbeiter im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Referenten setzen sich aus versierten Fachärzten, Experten und Repräsentanten des Essener Gesundheitswesens zusammen.

Die bundesweit erste zertifizierte Patientenhochschule des Katholischen Klinikums Essen und der Steinbeis Hochschule zielen auf höhere Qualität in Krankenhäusern und mehr Mitsprache für Patienten ab. Referiert wird in der Patientenhochschule in etwa 30 Vorträgen und Workshops pro Semester zu unterschiedlichsten Themen rund um Medizin und Gesundheit. Die Studenten erhalten neben medizinischen Grundkenntnissen über einzelne Krankheitsbilder unter anderem Kenntnisse über die Struktur des Gesundheitswesens, über Informationskanäle zum Thema Qualität und andere Hilfestellungen, wie beispielsweise Wissen zu Patientenrechten.

Der Lehrplan umfasst ein vielseitiges Angebot an Kursen und Vorträgen in drei Blöcken: Medizin im Allgemeinen, chirurgische Kursangebote und Gesundheitspolitik. Die Studenten sollen neben medizinischen Grundkenntnissen über einzelne Krankheitsbilder unter anderem auch Kenntnisse über die Struktur des Gesundheitswesens, über Informationskanäle zum Thema Qualität und andere Hilfestellungen, wie beispielsweise Wissen zu Patientenrechten erhalten. Im Curriculum sind zudem Reanimationstrainings zur schnellen Hilfe in Notfallsituationen und Workshops zum Thema Gerätemedizin enthalten. Studenten bekommen hier die Möglichkeit, alle Geräte im OP zu bedienen und deren Auswirkungen kennenzulernen. Das nimmt Verunsicherungen und Ängste. Das Wissen soll den Teilnehmern helfen, ihre Möglichkeiten und Chancen als „Mündiger Patient“ zu erkennen.

Referenten aus der Praxis

Die Referenten kommen aus der Praxis. Unter ihnen sind Ärztinnen und Ärzte des Katholischen Klinikums Essen, Fachexperten beispielsweise von der AOK und medizinischen Selbsthilfegruppen oder – zum Workshop Rettungsdienst – auch der Leitende Branddirektor der Berufsfeuerwehr der Stadt Essen. Sie alle ziehen mit spannenden Vorträgen die Aufmerksamkeit der Patientenhochschüler auf sich. Umgekehrt lernen die Referenten von ihren Patientenhochschülern und erhalten neue Einblicke. Denn: In der regen Atmosphäre der Patientenhochschule ist es gewünscht, dass gefragt und hinterfragt wird. So entstehen Diskussionen, von denen beide Seiten – Fragende und Vortragende – profitieren.

Besonders macht das Modell sein Hochschulcharakter – vom Studentenausweis bis zur Möglichkeit, Prüfungen abzulegen. Das hebt die Patientenhochschule von einem gewöhnlichen, periodischen Vortragsprogramm ab und motiviert fortlaufend zum Besuch der Vorlesungen und Workshops. Nach der Online-Immatrikulation erhält jeder Eingeschriebene einen Studentenausweis mit persönlicher Matrikelnummer. Aus dem online verfügbaren Lehrplan stellen sich die Patientenhochschüler ihr individuelles Portfolio an Vorlesungen zusammen.

Haben Teilnehmer eine bestimmte Anzahl an Vorlesungen und Workshops belegt, dürfen Sie in einer Prüfung ihren Wissensstand testen. Wer die Klausur erfolgreich bestanden hat, bekommt das Basis-Zertifikat „Mündiger Patient“ verliehen. In drei weiteren Semestern können auf ähnliche Weise die Level C bis A absolviert werden.

Das Katholische Klinikum Essen und die Steinbeis Hochschule leisten mit der Patientenhochschule, die mit dem Klinikum Dortmund und den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg bereits Nachahmer gefunden hat, einen wichtigen Beitrag, Gesundheitsinformationen verständlicher zu machen und Patienten zu empowern. Damit trägt die Patientenhochschule zur Genesung eines gesundheitlich angeschlagenen Systems bei. Obwohl Deutschland mit einem Ausgabenvolumen von 300 Milliarden Euro und rund 5,4 Millionen Beschäftigten viel in das Gesundheitssystem investiert, ist die Diagnose nach einer umfassenden Untersuchung, unter anderem der Friedrich-Ebert-Stiftung, bedenklich. Die Hauptakteure, nämlich die Patienten, kämen oft zu kurz, heißt es.

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